Nachdem wir Apache 207 schon in Berlin erlebt hatten, ging es diesmal nach Hannover. Zusatzkonzert – und natürlich waren wir wieder dabei.
Also: Tasche gepackt, losgefahren und ab nach Hannover.
Klingt einfach.
War es natürlich nicht. 😜
Anreise und die Suche nach dem Hotel
Unser Hotel war das Niko Hotel Hannover, ungefähr fünf Minuten vom Hauptbahnhof entfernt.
Eigentlich eine super Lage.
Eigentlich.
Denn zwei Frauen mit ungefähr null Orientierungssinn schaffen es natürlich trotzdem, sich erstmal zu verlaufen. 😂
Wir hätten natürlich auch einfach Chatti nach dem Weg fragen können. Haben wir aber nicht.
Warum einfach, wenn man auch erstmal planlos durch Hannover laufen kann?
Beim direkten Weg zum Hotel begleitete uns abschnittsweise ein nicht gerade schöner Rosenduft. Eher einer von der Sorte, der einem dezent zu verstehen gibt, dass es einige Menschen gibt, die anscheinend nicht wissen, wofür eine Toilette eigentlich gedacht ist.
Aber gut – jeder setzt halt andere Prioritäten bei der Stadtgestaltung. 😜
Rund um den Hauptbahnhof gibt es dafür jede Menge Einkaufsmöglichkeiten. Allerdings ist dort auch entsprechend viel los. Menschen, Geschäfte, Gedränge – Hannover hat uns direkt mal mit voller Lautstärke begrüßt.
Ankunft im Hotel
Der Eingang zum Hotel war ziemlich schmal und auch die Rezeption wirkte eher klein.
Dort wurden wir aber freundlich von einer jungen Mitarbeiterin begrüßt.
Unser Zimmer war noch nicht fertig.
Kein Problem.
Wir hatten ja Zeit.
Dann kam allerdings die Frage auf, ob es irgendwo eine Gästetoilette gibt.
Kurze Antwort: Nein.
Und der Blick der Mitarbeiterin sagte ungefähr:
„Oh Gott … die wollen aufs Klo.“ 😂
Also machten wir uns kurzerhand auf den Weg zu den Arcaden, um dort eine Toilette zu finden.
Man muss sich schließlich zu helfen wissen.
Das Zimmer
Später bekamen wir dann über einen kleinen Zettel mit Code Zugang zu unserem Zimmer.
Das Zimmer selbst war modern, schlicht und sauber.
Auch das Badezimmer war klein, aber ordentlich und sauber. Eine Dusche war vorhanden – mehr brauchten wir für eine Nacht eigentlich auch nicht.
Allerdings fehlten ein paar Dinge.
Zum Beispiel ein Mülleimer.
Im Zimmer.
Und im Badezimmer.
Nix.
Also wurde kurzerhand der Mülleimer in der Nähe des Fahrstuhls zum persönlichen Müllentsorgungszentrum erklärt. 😂
Auch Handtücher fehlten zunächst.
Nachdem wir das angesprochen hatten, wurden diese aber gebracht und man entschuldigte sich dafür.
Die Handtücher waren allerdings eher so:
„Ich war mal trocken. Vor ungefähr fünf Minuten.“ 😜
Man hatte insgesamt den Eindruck, dass das Hotel gerade mitten in einer Modernisierung beziehungsweise Übernahme steckte.
Der Ausblick
Unser Zimmer lag zum Innenhof.
Dort gab es unter anderem irgendwelche Lüftungsgeräusche.
Nach einem Konzert konnte man sich das natürlich auch schönreden.
Aftershow-Party im Innenhof – nur ohne Party.
Der Fahrstuhl des Grauens
Und dann war da noch der Fahrstuhl.
Der hatte irgendwie seinen ganz eigenen Charakter.
Die Türen gingen zu.
Dann wieder auf.
Dann wieder zu.
Und manchmal passierte einfach … nichts.
Nachts wurde es besonders interessant.
Wir wollten in den vierten Stock und der Fahrstuhl schien beschlossen zu haben, dass wir dort heute nicht mehr hinmüssen.
Der Nachtmitarbeiter musste schließlich die Tür irgendwie festhalten, damit das Ding überhaupt losfuhr.
Oben angekommen konnten wir dann erstmal den riesigen Eisenlüfter bewundern.
Der funktionierte übrigens.
Der Fahrstuhl des Grauens – aber immerhin mit Belüftung. 😂
Fernseher und Kühlschrank
Der Fernseher im Zimmer hatte Netflix und Amazon.
Allerdings waren dort bereits irgendwelche Accounts angemeldet.
Wir wussten nicht, wem die gehörten.
Also haben wir sie selbstverständlich nicht benutzt. 😇
Im Zimmer gab es außerdem einen kleinen Kühlschrank.
Den haben wir eine Nacht lang erfolgreich ignoriert.
An der Rezeption stand dafür ein größerer Getränkekühlschrank mit durchaus vernünftigen Preisen.
Und dort fand sich dann auch etwas, das ganz eindeutig für uns bestimmt war:
Bier.
Das gehört schließlich zur Grundausstattung einer Konzertreise. 🍺
Hannover selbst
Viel von Hannover haben wir diesmal ehrlich gesagt nicht gesehen.
Der Grund war relativ simpel:
Wir waren wegen Apache 207 dort.
Und wenn man schon für ein Konzert nach Hannover fährt, dann hat Sightseeing irgendwann nicht mehr oberste Priorität.
Dafür waren wir richtig gut essen.
Und dabei lief uns tatsächlich noch Katja Riemann über den Weg.
Ob sie dort gegessen, reserviert oder einfach nur zufällig herumgelaufen ist, weiß ich ehrlich gesagt nicht mehr.
Aber:
Ich habe eine weitere Prominente auf meiner persönlichen „Hab ich gesehen“-Liste. 😜
Frühstück? Fehlanzeige.
Frühstück gab es zu unserem Zeitpunkt noch nicht.
Auch das passte irgendwie ins Gesamtbild des Hotels.
Überall hatte man den Eindruck:
Hier passiert gerade was.
Das Hotel war offensichtlich noch mitten in der Modernisierung.
Mein Fazit
Für eine Nacht und den Preis war das Ganze für uns okay.
Das Zimmer war sauber und modern.
Das Personal war freundlich und hat sich bemüht, wenn etwas nicht funktioniert oder gefehlt hat.
Die Lage direkt am Hauptbahnhof ist natürlich praktisch.
Perfekt war es nicht.
Aber ehrlich gesagt muss es das für eine Nacht auch nicht sein.
Was mir besonders aufgefallen ist: Die Mitarbeiterin an der Rezeption hatte einen großen Notizblock und fragte uns, ob alles in Ordnung sei.
Tja.
Da hatte sie bei uns natürlich genau die Richtigen erwischt. 😂
Ich habe dann gleich mal dafür gesorgt, dass zumindest das Thema Mülleimer für die Zukunft nicht vergessen wird.
Man muss ja schließlich etwas hinterlassen.
Ein kleiner Blick in die Zukunft?
Die aktuelle Website des Hotels klingt übrigens schon ein bisschen so, als wären wir in Hannover in der Zukunft gelandet.
Modernes Hotel, Frühstück beziehungsweise morgendliche Angebote, Restaurant und so weiter …
Entweder waren wir einfach zu früh dran – oder die Website ist uns zeitlich ein kleines Stück voraus. 😜
